Republikaner verlieren US-Zwischenwahlen – Trump: Iran-Krieg war „Teil“ des Grundes (4. November 2026)
Von Redaktion Omid57.info · Veröffentlicht · 2 Min. Lesezeit
Al Jazeera am 4. November 2026: Die Demokraten übernehmen den Kongress, Trump nennt den Iran-Krieg als einen Grund der Niederlage, Teheran meldet einen Plan zur „maximalen Abschreckung“.
Das Ergebnis der US-Zwischenwahlen vom Dienstag, 3. November 2026, hat laut Medienberichten auch direkte Folgen für den Krieg mit Iran.
Sieg der Demokraten
Al Jazeera beschreibt das Ergebnis als „verblüffende Zurechtweisung“ Donald Trumps. Laut dem Bericht eroberten die Demokraten das Repräsentantenhaus zurück und gewannen mindestens sechs Senatssitze; damit kontrollieren sie beide Kammern des Kongresses. Bei Veröffentlichung wurde noch ausgezählt. Hakeem Jeffries, Chef der Demokraten im Repräsentantenhaus, sagte: „Das amerikanische Volk hat gesprochen.“
Verbindung zum Iran-Krieg
Laut Al Jazeera war die Wirtschaft das wichtigste Thema der Wähler; der Ärger über hohe Benzin- und Lebensmittelpreise, die nach Beginn des US-Kriegs gegen Iran im Februar stiegen, spielte eine Rolle. Eine ungenannte republikanische Quelle sagte Al Jazeera, Verteidigungsminister Pete Hegseth habe Trump den Krieg „verkauft“ und damit „die Wahl gekostet“.
Trump schrieb zunächst auf Truth Social, er selbst habe „nicht auf dem Stimmzettel“ gestanden. Laut dem Liveblog von Al Jazeera sagte er später, der Iran-Krieg sei „Teil“ des Grundes für die Verluste der Republikaner.
Teherans Reaktion: „maximale Abschreckung“
Zugleich erklärten Vertreter der Islamischen Republik laut Al Jazeera, ein Plan zur „maximalen Abschreckung“ für jeden neuen US-Angriff liege bereit, die Antwort werde „sofort“ erfolgen. Die Zielliste sei aktualisiert und umfasse US- und israelische Einrichtungen in einem größeren geografischen Raum. Unabhängig bestätigt ist das nicht.
Einordnung der Redaktion
Ein demokratisch geführter Kongress kann Trumps Spielraum für den Krieg einschränken, zumindest bei Haushalt und militärischen Befugnissen; die Außenpolitik bleibt aber weitgehend Sache des Weißen Hauses, und der neue Kongress tritt erst im Januar zusammen. Die Wahl zeigt, dass die Kosten des Krieges auch für Amerikaner spürbar geworden sind. Für die Menschen in Iran, die die größte Last tragen, zählt nur ein echtes Ende von Krieg und Blockade – nicht der Propagandasieg einer Seite.
Quellen
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