Teheran nennt US-Antwort „nicht überzeugend“ – Katar spricht von einer „Zwischenlösung“ (3. November 2026)
Von Redaktion Omid57.info · Veröffentlicht · 2 Min. Lesezeit
CBS, Al Jazeera und AP am 3. November 2026: Mohsen Resai hält Washingtons Antwort für unzureichend, Katar erwartet Rückmeldungen binnen 36 Stunden, Angriffe auf Schiffe gehen weiter.
Am Dienstag, 3. November 2026, dem Tag der US-Zwischenwahlen, wurde der Ton aus Teheran gegenüber einem Abkommen kühler. Internationale Medien berichten von schwindender Hoffnung auf ein schnelles Kriegsende, auch wenn Katar weiter vermittelt.
„Nicht überzeugend“
Laut CBS News schrieb Mohsen Resai, Sekretär des Nationalen Sicherheitsrats, auf X, die Antwort der USA auf „Irans Rechte und Forderungen“ sei nicht überzeugend gewesen. Al Jazeera ergänzt, die USA müssten Irans Bedingungen nach seinen Worten „vollständig und ausdrücklich“ erfüllen, bevor die Straße von Hormus ganz geöffnet werde. Außenamtssprecher Esmail Bakaei sagte, Iran habe „keine Angst“ vor Diplomatie, gehe aber mit „größter Vorsicht und völligem Misstrauen“ heran.
Das klingt anders als am Vortag: Laut AP hatte derselbe Resai gesagt, der Ton habe sich „völlig geändert“, und dies ein „sehr gutes Zeichen“ genannt.
Katar: Arbeit an einer „Zwischenlösung“
Katars Außenamtssprecher Majed al-Ansari sagte laut CBS, Doha arbeite auf eine „Zwischenvereinbarung“ hin, beide Seiten prüften derzeit die Vorschläge. Reuters berichtet unter Berufung auf einen Insider, die Vermittler hätten einen „neuen Vorschlag“ gemacht und erwarteten binnen 36 Stunden Antwort. Laut AP geht es um einen Rahmen, in dem Iran die Angriffe in der Straße von Hormus einstellt und die USA die Blockade iranischer Häfen aufheben.
Reaktion auf Qeschm, Unsicherheit auf See
Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi erklärte nach dem US-Angriff auf Qeschm, Iran behalte sich das „Recht auf legitime Selbstverteidigung“ vor. Die Revolutionsgarde erklärte, Iran bestimme Zeitpunkt und Bedingungen für ein Ende der „feindlichen Angriffe“, nannte aber keinen konkreten Vergeltungsplan.
Auf See starb laut CBS ein indischer Seemann nach einem Angriff auf ein Schiff vor Oman; Indiens Schifffahrtsminister bestätigte dies. Die britische Behörde UKMTO meldete zudem zwei Geschosse im Maschinenraum eines Tankers nordöstlich von Oman. Wer dahintersteckt, geht aus den Berichten nicht hervor.
Druck von zwei Seiten
AP berichtet unter Berufung auf Eingeweihte, Netanjahu habe Trump am Wochenende zu einer „schnellen, aber umfassenden“ Luftkampagne nach der Wahl gedrängt; Trump habe sich nicht festgelegt. Vizepräsident JD Vance sagte dagegen, er und Trump seien mit Blick auf eine Verhandlungslösung „recht zuversichtlich“.
Einordnung der Redaktion
Beide Seiten sprechen zugleich von „Fortschritt“ und „Misstrauen“ – das gehört zum Verhandeln. Der Ausgang der US-Wahl dürfte Washingtons Ton beeinflussen. Für die Menschen in Iran und die Seeleute im Golf zählt vor allem die Zeit: Jeder Tag ohne Einigung bedeutet mehr Risiko, mehr Inflation und einen härteren Alltag.
Quellen
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